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Der Düsseldorfer Kunstmaler Adolf de Haer

Herzlich willkommen, auf der eigens dem Düsseldorfer Kunstmaler Adolf de Haer gewidmeten Plattform. Als verantwortungsbewusster Kunsthändler stelle ich mich der Verantwortung die ein Künstlernachlass wie der von Adolf de Haer mit sich bringt. Sein vielfältiges Werk in Form von Gemälden, Skizzen, Zeichnungen und Holzschnitten verschiedenster Stile zu erfassen und gemäß seinem Wunsch deren Interpretation dem Betrachter zu überlassen. Ich bedanke mich an dieser Stelle für das Vertrauen seiner einzigen Erbin Melitta Vicher und Ihrer Familie. Solch ein Nachlass ist stets eine Herausforderung an die Nachwelt, die Kunsttheorie und den Kunsthandel. Dieser Moment birgt aber auch immer die Chance einen zu unrecht in Vergessenheit geratenen Künstler wie Adolf de Haer neu zu positionieren und seine künstlerische Ausdrucksweise einem breiten Publikum zur Diskussion zu stellen. Hierzu benötigen wir die Hilfe seiner Sammler, renommierter Galerien, Auktionshäuser sowie öffentliche Sammlungen in Museen um mit Ihrer tatkräftigen Unterstützung sein Gesamtwerk zu erfassen. Ich freue mich auf jede Info über den Verbleib von Ölbildern, Zeichnungen oder Druckgraphik von ihm. Adolf de Haer war als Künstler eigenwillig und sprunghaft, seine Maltechnik meist autodidaktisch weiter entwickelt folgte keinen üblichen Vorgaben, er erfand sich über die Jahre in Technik und Stil stets gerne neu. Mal expressiv und rebellisch in Öl und dann wieder weich, erotisch und verspielt im Aquarell, Adolf de Haer ließ sich nicht gerne in eine Schublade sperren. Dafür war sein Geist viel zu freiheitsliebend und die Welt seiner Phantasie zu bunt. Sollten Sie Objekte geerbt haben oder über den Verkauf von Adolf de Haer Gemälden und Graphik nachdenken nehmen Sie bitte telefonisch oder per Mail Kontakt mit mir auf. Ich bewerte und schätze Ihnen gerne seine Ölbilder und bin natürlich auch am Ankauf von Graphik von Adolf de Haer in Form von Holzschnitten und Radierungen interessiert.

Herzlichst Ihr
Stefan Steder
Stefan Steder





Über Adolf de Haer

Adolf de Haer - FotoAdolf de Haer und sein Lebensstil sind stets untrennbar mit seiner Kunst verflochten gewesen. Diese Plattform ist ein Versuch einem der kreativsten und abwechslungsreichsten Maler der 20er und 30er Jahre der Düsseldorfer Kunstszene gerecht zu werden. Bis heute harrt das künstlerische Schaffen Adolf de Haers immer noch einer Ihm gerecht werdenden Einschätzung und Positionierung in der Kunstgeschichte. Als Gründungsmitglied der Künstlervereinigung "Das junge Rheinland" gingen maßgebliche Impulse von Ihm aus. Mit seinen Freunden Gert Wollheim und Otto Pankok engagierte er sich ebenso im Aktivisten Bund 1919. Er gehörte zum direkten Kreis der Künstler um Mutter Ey wie auch des Kunst Mäzens Dr. Koch, der bekanntermaßen berühmt war für sein Graphisches Kabinett. Dieser holte unter anderem auch Otto Dix und Konrad Felixmüller nach Düsseldorf. Adolf de Haer wurde bereits gleichzeitig ausgestellt mit Georg Kolbe, Paul Klee, Otto Dix, Oskar Schlemmer, Walter Ophey, Arno Breker, Ernst Barlach und vielen anderen. Er wurde am 29.Oktober 1892 in Düsseldorf geboren und starb am 28. Dezember 1944 im Lazarett in Osnabrück an den Folgen einer Lungenendzündung die er sich im Felde zugezogen hatte. Dort ist er auch beerdigt. Sein künstlerisches Werk umfasst Holzschnitte, Radierungen, Kohlezeichnungen, Aquarelle, Pastelle, Ölgemälde und wenige bekannte Bronzefiguren. Die letztgenannten sind wohl in Zusammenarbeit mit dem befreundeten Bildhauer entstanden. Wir versuchen seine Intentionen zu erfassen, die Rezeptionsbeispiele zu vernetzen und der zeitlichen Struktur in seinem Werk einen roten Faden zu geben.





Entwicklung seines Malstils

Adolf de Haer - MusikerAdolf de Haers Stil wechselte mit den Jahren mehrfach bzw. existierte teilweise unterschiedlich parallel nebeneinander her. Sein Besuch der Kunstgewerbeschule legte den technischen Grundstein, den er im Sommer 1917 bei Adolf Hölzel in Stuttgart gerne als Privatschüler erweitert hätte. Dort erwarb er die Fähigkeiten zur Komposition und klassischen Farblehre in der Malerei. Doch schon nach wenigen Monaten empfand er Ihn mehr als Behinderer und weniger als Ermutiger und Inspiration. Daher zog es Adolf de Haer schnell wieder zurück an den Rhein nach Düsseldorf. Hier fand er in Gert Wollheim und Otto Pankok Freunde und Weggefährten in der Kunst. In den Anfängen zählen seine Kohlezeichnungen und wenigen erhaltenen Ölgemälde zum Kubismus / Kubo-Futurismus und zeigen starke Verwandtschaft zu Werken von August Macke, Lyonel Feininger, Heinrich Campendonk und Hans Thuar. Das Gemälde Maler und (2) Mädchen aus dem Jahr 1919 (zuletzt gezeigt auf der Art Cologne 1985) kann man als bedeutendes Werk dieser Phase bezeichnen. Im weiteren Verlauf entwickelte sich Adolf de Haer zum klaren Vertreter des rheinischen Expressionismus, wo er bereits 1923 das bekannte Portrait der Mutter Ey schuf und eine erste Version des Cellisten Flieger die heute leider als verloren gilt und nur als Foto erhalten ist. Diese meist großformatigen Gemälde in Öl zeigten expressive Blumenstilleben und allegorische Motive seiner Fantasie, neben vielen Portraits seiner Familie, Freunde und Verehrerinnen. 1922 entdeckte Adolf de Haer parallel das Medium Aquarell was seine Formen schnell weicher werden ließ und Landschaftsmotive und Ansichten vom Strand natürlicher wiedergaben. Motive von der Ostsee (Baade bei Rügen), mischten sich seinen typischen expressiven weiblichen Akten und symbolträchtigen Bilderfindungen. Ganz seiner tiefgründigen Phantasie unterworfen mischte er darauf Masken, Fundstücke vom Meer wie Muscheln, Personen im Spiegel und Tiere in seinen allegorisch anmutenden Gemälden. Das im Jahre 1923 geschaffene Portrait der Mutter Ey hängt heute im Kunstmuseum Düsseldorf. Die 2. Variante des Cellisten Flieger von 1925 im impressionistisch / expressionistischen Mischstil (zuletzt ausgestellt 1985 in Düsseldorf) hängt heute ebenfalls in der öffentlichen Sammlung Düsseldorf. Fast die gleiche Ansicht und Haltung wiederholt Max Pechstein erst 1928 in seinem Gemälde der Cellist. In dieser Art malte Adolf de Haer noch 2 große Hochformate einen Geiger (Standort unbekannt) und ein Portrait Mann mit roter Jacke (wahrscheinlich ein Selbstbildnis) in Privatbesitz. Im Jahre 1937 wurden seine frühen Werke als entartet eingestuft und aus den öffentlichen Sammlungen entfernt. Das brach seinen Willen öffentlich auszustellen aber noch lange nicht. Er veröffentlichte durchgehend in Ausstellungen von 1936 / 37 / 38 / 40 / 41 in Wien und National bis 1943 in Florenz. Adolf de Haers christliche Themen wie Lot und seine Tochter, sowie Motive der Familie, Badende am Strand, Portraits junger Mädchen und Blumenbilder in Öl und Aquarell die gemeinsam gezeigt wurden neben Werken von Ernst Barlach, Georg Kolbe, Max Clarenbach, Arno Breker, Theo Champion, Milly Steger, Otto Modersohn und Josef Kohlschein (siehe Übersicht der Ausstellungen).





Adolf de Haer beschrieb einmal trefflich seinen Werdegang

Adolf de Haer - Atelier"Schon sehr früh zeigte es sich, dass ich Maler werden musste. Weder Güte noch Gewalt.... selbst Warnung vor dem Hungertode ….. vermochten mich von meiner Bahn abzulenken. Als Stipendiat erarbeitete ich mir eine handwerkliche Grundlage auf der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule, die ich 1914 verließ. Nun begann mein eigentliches Schaffen. Es galt meine Seele zu erobern, mich selbst zu erkennen, mein ich im All zu weiten. So erschloss sich mir die Welt voll Licht und Finsternis. Durch Giotto wurde meine künstlerische Tätigkeit bestimmt. Meine Erlebnisse und Visionen suchte ich in ein tektonisches Bildprinzip zu bannen. Mit den primitivsten (geometrischen) Formen baute ich meine Bilder. Zweimal wurde ich durch Einziehung zum Heeresdienste von meiner Baustelle verjagt. 1917 war ich einige Sommermonate in Stuttgart bei Professor Hölzel, der mich mit den Grundgesetzen der Farben und Komposition vertraut machte. Seine rationalistische Tendenz in künstlerischer Hinsicht und pekuniäre Verhältnisse trieben mich bald wieder den Rhein herunter. Hier lebe und arbeite ich heute noch.





Adolf de Haer - Tulpen 1924


Ausbildung und Lebensweg chronlogisch

Adolf de Haer in seinem Schaffen ganz zu erfassen kann in diesem Rahmen nicht gelingen. Daher an dieser Stelle nur ein Versuch des roten Fadens der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hegt Seine Sehnsüchte und Selbstzweifel die einhergingen mit Erfolgen und Ablehnung prägten sein Privates und Gesellschaftliches Leben, sowie sein künstlerisches Schaffen und seine Motivwahl.

Adolf de Haer - Mutter Ey häkelnd Adolf de Haer - Schiffe Adolf de Haer - Großeltern am Tisch sitzend mit Katze



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Adolf de Haer
1937 werden Werke Adolf de Haers aus dem Kunstmuseum Düsseldorf von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und sein Frühwerk als entartet eingestuft.











Bekannte Verkäufe nach seinem Tod